21.09.06 00:00 Alter: 4 yrs

Trainingswochenende vom 09.09 – 10.09.2006

Kategorie: Training, Veranstaltungen

Von: Belinda Dietrich

Krafttraining

Dehnen

Rollen seitlich

Rolle vorwärts

Joana, Darline, Ronja

Marie, Solvej, Annika, Sarah, Laura

Training

Pause

Hung Up

Pizza essen

Am Samstag um 15:30 Uhr versammelten sich dreizehn aufgeregte Mädchen im Clubheim Lichterfelde Süd und waren gespannt auf die Dinge, die an diesem Wochenende passieren sollten.

An dieser Stelle erst einmal ein paar Infos zur Entstehungsgeschichte des Workshops. In unserem Rock`n`Roll Bereich befindet sich derzeit eine große Nachfrage im Kinder- und Jugendbereich. Nur leider fehlen uns wie so oft tanzwütige und selbstbewußte Jungen, die Spaß an Bewegung, Musik und einem Paarsport haben. Nichts destotrotz war es mein Wunsch etwas für unsere kleinen Mitglieder zu organisieren. Und da kamen mir meine Kindheitserinnerungen in den Sinn. Als ich mit acht Jahren zu diesem Sport gefunden habe, gab es in regelmäßigen Abständen Trainingswochenenden im Clubheim und schon damals bereiteten mir diese Tage immer viel Freude.

Also gesagt getan, ich plante zwei Trainingstage, beschäftigte mich mit der Choreografie von Madonnas Discosong „Hung up“ und kreierte einen passenden Tanz dazu. Eva und Michael, beide Trainer in unserem Verein, bat ich jeweils eine Stunde ihrer Wahl vorzubereiten und an einen der beiden Tage durchzuführen. Aus unserem Verein nahmen Darline, Solvej, Sophie, Joanna, Ronja und die jüngste Teilnehmerin Marie mit sechs Jahren teil. Sechs Mädels waren jedoch ein paar zu wenig und so integrierte ich noch meinen Kids-Club aus Kleinmachnow. Sieben weitere Mädchen im Alter von 9-11 Jahren nahmen an dem Wochenende teil und wollten ebenfalls die neue Choreografie erlernen.

Nachdem alle Vorbereitungen erledigt waren, standen Michael, ich und dreizehn Kinder im Clubheim und wollten loslegen. Obwohl es im Vorfeld ganz viele Fragen seitens der Kinder gab, fielen Ihnen dann beim ersten Zusammensitzen nicht mehr allzu Viele davon ein. Ganz wichtig waren, was wir für ein Video schauen werden und was es zu essen gibt. Nach einer kleinen Erwärmung begannen wir mit dem Refrain und dem ersten Teil des Tanzes. Die Kinder waren hoch motiviert und es ging gut voran. Zu 18:00 Uhr hatten die Kinder planmäßig ihr Pensum geschafft und konnten dann bei Eva ihre turnerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der Abend verlief ganz normal, wie man es sich mit dreizehn Kindern so vorstellt. Nachdem ihnen mein Film „Die lustige Welt der Tiere“ zu langweilig war, beschäftigten sie sich hauptsächlich mit Spielen bei denen es ziemlich laut herging. Gegen 23:00 Uhr lagen wir dann alle versammelt auf dem Dachboden unseres Clubheims und leiteten so langsam die Nachtruhe ein, was jedoch einfacher klingt als es war. Rascheln, drehen, lautes Atmen, Treppen knirschen, weil man auf Toilette musste, leisen schnattern, da man zu aufgeregt zum Schlafen war und alle 20 Minuten das Geräusch des ankommenden bzw. abfahrenden Zuges sind nur ein Ausschnitt von dem, was uns in der Nacht begleitete.

Am Sonntag morgen um 8:00 Uhr klingelte der penetrante Wecker von Laura und leitete den neuen Tag ein. Zähne putzen, waschen, Schlafsäcke zusammenpacken, Dachboden aufräumen, Tisch decken und Frühstück vorbereiten waren die ersten Tätigkeiten denen wir nachgingen. Gegen 9:30 Uhr waren dann alle so weit, um die zweite Runde anzupacken. Uns fehlten noch drei weitere Teile des Tanzes und nachdem wir uns kurz spielerisch erwärmten, arbeitet wir konzentriert 1,5 Stunden an der Choreografie. Um 11:30 Uhr hatte Micha eine Kräftigungsstunde mit den Kindern geplant. Er erklärte ihnen vorher, weshalb es so wichtig ist, seine Muskeln bewusst spüren und einsetzen zu können und das es notwendig sei, wenn sie einmal gute Tänzerinnen werden möchten. In der Zwischenzeit besorgten Eva und Ich das Mittagessen, was uns von Liberty Pizza in Zehlendorf gesponsort wurde. Als wir zurück waren, hatten sich die Mädchen ihr Mittagessen wahrlich verdient und ließen es sich schmecken. Auch uns Trainern tat die Pause und die wirklich leckeren Pizzen gut. Den Nachmittag nutzte ich mit Hilfe von Eva für die Festigung der Choreografie, ließ die Kinder in Gruppen selbständig trainieren und sie später ebenfalls in Gruppen vortanzen. Der schönste Moment an diesem Wochenende war, als Eva und Ich die Kinder beim Üben beobachten konnten. Alle zählten laut mit, organisierten sich mit der Musik, halfen sich gegenseitig bei Unsicherheiten weiter. Immer war es jemand anderes der weiter wusste und die Gruppe führte. Insgesamt brauchten sie eine halbe Stunde, um vollständig durch den gesamten Tanz zu kommen, wofür ca. 10 Anläufe nötig waren und trotzdem motivierten sie sich immer wieder es noch einmal zu versuchen. Wir standen nur in der Küche und versuchten relativ unauffällig die Kinder zu beobachten und freuten uns, dass schon jetzt das Wochenende ein Erfolg war, nämlich dreizehn Mädchen dazu motiviert zu haben etwas Lernen zu wollen und sich dafür auch anzustrengen.

Um 16:00 Uhr kamen die Eltern, um ihre Kinder abzuholen und sich eine kleine Tanzpräsentation à la Madonna „Hung up“ anzusehen. Ich glaube sagen zu können, dass alle Eltern stolz auf ihr Kind waren und der Erfolg sichtbar wurde. Die Kinder, vielleicht ein bisschen müde und kaputt nach Hause fuhren, aber höchst zufrieden waren. Mir hat es ebenfalls sehr viel Spaß bereitet und ich hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Frühjahr mit vielen Interessierten.

Eure Belinda



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