16.09.02 23:52 Alter: 8 yrs

Trainingsfahrt 2002 - Teil 1

Kategorie: Reisen, Training

Von: Michael Schatz

Unser Motto

Trainingsutensilien

Beichlingen

Steffi & Nadja

Da leider alle Versuche, andere Autoren für einen Bericht über die Trainingsfahrt zu finden, kläglich gescheitert sind, hier nun Teil 1 meines Berichtes.

Vorbereitung

Die Vorbereitung für die Trainingsfahrt liefen diesmal nicht so chaotisch, wie in den Jahren zuvor. Mit einer gewissen Routine konnte ich alle nötigen Daten bereits im Mai allen Interessierten zur Verfügung stellen. Leider haben sich von den anfänglich 20 euphorischen Tänzern schließlich nur 9 Opfer gefunden. Der Trainingsplan wurde aufgestellt, die Unterkunft, Halle und sonstigen Sportstätten gebucht und die Anfahrt geplant. Natürlich gab es auch wieder diverse Diskussionen à la "huch, das ist ja so teuer", "och, müssen wir so weit fahren", "wie? jeden Tag Lauftrainig?" und so weiter. Wie immer habe ich diese Einwürfe geflissentlich ignoriert.

Kurz vor dem Start

Wohl geplant, hatte ich mir drei Tage Urlaub vorab gegönnt, damit ich in Ruhe Alles vorbereiten könne ... doch weit gefehlt. Die Steuererklärung des Vereins mußte "mal eben" ausgefertigt werden. Ich will hier nicht darauf eingehen, wie umfänglich die mir angebotene Hilfe dabei war... nur soviel: Wenn Du willst, das etwas getan wird, dann tue es selbst. (Ethan Thorn in Das Fünfte Element)

Herrlich ausgeruht und nach drei Stunden Schlaf frisch wie ein Turnschuh ging es also zum Abfahrtstreffen am Clubheim. Allen Wartenden konnten wir dann - wie ich hoffe - eine kleine Überraschung präsentieren. In mühevoller Heimarbeit hatten Yvonne, Annette und ich eine T-Shirt-Sonderedition "Trainingsfahrt 2002" angefertigt. Dazu gab es für jeden ein Willkommenspaket mit Unterlagen, Powerriegel und Obst.

Die Fahrt

Kurz und schmerzlos.

Ankunft

Diesmal fanden wir den Weg zum Jugenddorf "Am Windberg" in Beichlingen viel besser als im vergangenen Jahr. Alle, die schon im letzten Jahr dabei waren, nervten die "Neuen" mit ständigen Kommentaren wie "Ach, erinnerst Du Dich noch an ..." und "Schau mal, da haben wir letztes Jahr ...". Egal. Wir wurden wie immer aufs herzlichste empfangen und schleppten unsere nicht gerade geringen Reiseutensilien zum Bungalow.

Hier stellte sich die Zimmerverteilung als ein zunächst unlösbares Problem dar. Nach nur einer Stunde waren dann alle Klarheiten beseitigt, und wir konnten unser Sachen ausbreiten. Dem Abendbrot folgte dann eine kurze Einweisung in den geplanten Trainingsablauf und Verteilung weiterer Aufgaben.

Der erste Tag

Nach einem kräftigen Frühstück hieß es erstmals "Auf zum morgendlichen Waldlauf!" Murrend, den Sinn derartiger Trainingsmaßnahmen anzweifelnd und die eigene Teilnahme an der Trainingsfahrt für das kommende Jahr in Abrede stellend, fügte man sich in sein Schicksal. War der Berg letztes Jahr auch soooo steil ? Wie hatten die das hinbekommen, daß der Weg dieses Jahr länger war? Anyway. Auch das anstrengendste Jogging ist irgendwann zu Ende.

Danach Training in der Halle. Ja, hier roch es immer noch so, wie letztes Jahr. Und die Lüftung ist auch immer noch so geräuschvoll. Aber wir haben eine ganze Halle für uns alleine. Wenn sie denn aufgeschlossen ist. War vielleicht auch ein bißchen viel verlangt, am Sonntag den Hausmeister vom Frühstückstisch wegzuholen.

Dann aber konnten wir doch noch sinnvoll trainiert. Wie immer wurde dabei die Trainingskontrolle anhand von Ruhe- und Aktivpuls besonders euphorisch aufgenommen ... mal eben 20 Liegestütz und 20 Hockies sind doch echt nicht so schlimm ...

Am Nachmittag wollten wir dann in Sömmerda die Schwimmhalle aufsuchen, um ein wenig Abwechslung in den Trainingsplan zu bringen. Die Halle haben wir natürlich schnell gefunden. Und auch den Zettel "Aus betrieblichen Gründen bleibt das Hallenbad bis 30. August geschlossen". Supi. Auf nach Erfurt, denn "die haben bestimmt auf". Denkste. "Aus betrieblichen Gründen ..." Tolli-Wolli. Hier hat uns die öffentliche Sparpolitik kalt erwischt (obwohl es ein schöner Sommertag war). Aus PERSONALMANGEL müssen diese Bäder geschlossen bleiben, damit die Freibäder betreut werden können. Soviel zum Thema Planung.

Damit der Nachmittag nicht gänzlich ohne Sport verstreicht, haben wir uns zu einer spontanten Staffel auf der Wiese entschlossen. War eine echt supi tolle Idee. Da die Luftfeuchtigkeit bei gefühlten 280% lag, bekamen fast alle hämmernde Kopfschmerzen. Erst ein ausführliches Abendbrot konnte unsere Enttäuschung lindern. Ist eigentlich noch Schokolade da?

Montag

Warum der Montag chaotisch wurde, wieso der Dienstag das alles noch überboten hat und warum man mal eben nach Berlin zurückfährt, erzähle ich in der nächsten Folge...

Michael



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